Sparbuch-Zeitreise

10.000 Euro, 1990 aufs Sparbuch gelegt, wären mit den Durchschnittszinsen bis Ende 2025 auf 16.359 Euro gewachsen. Die Preise stiegen aber so stark, dass man 20.965 Euro gebraucht hätte, um dieselbe Kaufkraft zu haben: real ein Minus von 22,0 %.

Land

Ein D-Mark-Betrag wird zum festen Kurs 1,95583 als Euro-Gegenwert eingegeben. Zinsen werden jedes Jahresende gutgeschrieben, Steuern sind nicht abgezogen. Ende: 31.12.2025.

Kontostand Ende 2025

16.358,69 Euro

Nötig für gleiche Kaufkraft
20.965,19 Euro
Realer Gewinn oder Verlust
-22,0 %

Durchschnittszinsen 1990 bis 2025; ab 2003 neue Statistik (Bruch, siehe unten).

10.000 auf dem Sparbuch: alle Startjahre bis 2025

Deutschland, Anlage am Jahresanfang, Durchschnittszinsen, vor Steuern
StartKontostand Ende 2025nötig für gleiche Kaufkraftreal
197033.723 Euro44.826 Euro-24,8 %
197526.589 Euro34.099 Euro-22,0 %
198022.537 Euro27.820 Euro-19,0 %
198518.406 Euro22.299 Euro-17,5 %
199016.359 Euro20.965 Euro-22,0 %
199514.377 Euro17.489 Euro-17,8 %
200013.201 Euro16.362 Euro-19,3 %
200512.220 Euro15.200 Euro-19,6 %
201010.983 Euro13.979 Euro-21,4 %
201510.347 Euro12.968 Euro-20,2 %
202010.219 Euro12.251 Euro-16,6 %
Österreich, Einlagen mit Kündigungsfrist bis 3 Monate, ab 2015
StartKontostand Ende 2025nötig für gleiche Kaufkraftreal
201510.931 Euro13.995 Euro-21,9 %
201810.877 Euro13.465 Euro-19,2 %
202010.866 Euro13.002 Euro-16,4 %
202210.868 Euro12.471 Euro-12,9 %

Zinsen: Deutsche Bundesbank (Spareckzins, Reihe BBIB1.M.DE.B.H.DNB.SPM.K3M.A.N1.11A, 1968 bis 2002), EZB MFI-Zinsstatistik (ab 2003 DE, ab 2015 AT). Preise: Destatis, Statistik Austria.

Geschlossenes, leeres Stoffbuch, ein Füllhalter und der Fuß einer alten Schreibtischlampe auf einem dunklen HolztischKI-generiert
KI-generierte Illustration, kein historisches Foto. Bildnachweis

Wichtig zur Methode

Zwei Statistiken, ein Bruch: Bis Juni 2003 erhob die Bundesbank den häufigsten Zinssatz für neue Spareinlagen mit gesetzlicher bzw. dreimonatiger Kündigungsfrist. Seitdem misst die MFI-Zinsstatistik den durchschnittlichen Zins aller Einlagen mit Kündigungsfrist bis 3 Monate, einschließlich Prämiensparverträgen und Altverträgen. Laut Bundesbank lag dieser Wert in der Doppelerhebung Anfang 2003 rund 1,5 Prozentpunkte höher. Ab 2003 zeigt die Zeitreise also eher zu hohe Zinsen für ein einfaches Sparbuch.

Kaufkraft: Den nötigen Betrag rechnen wir mit den Jahresdurchschnitten des Verbraucherpreisindex vom Jahr vor der Einzahlung bis zum Endjahr. So umfasst der Preisvergleich genauso viele Jahre, wie Zinsen gutgeschrieben werden.

Ohne Steuern: Ob und wie viel Steuer auf Sparzinsen anfiel, hing vom Jahr und von persönlichen Freibeträgen ab. Die Zeitreise rechnet deshalb vor Steuern. Das Ergebnis ist damit eher zu günstig.

Österreich: Einen frei nutzbaren Sparzins vor 2014 für Österreich haben wir nicht gefunden. Die MFI-Zinsstatistik meldet Einlagen mit Kündigungsfrist für Österreich erst ab Februar 2014, das erste volle Jahr ist 2015.

Hinweis: Keine Anlageberatung. Der Rechner zeigt ein Rechenbeispiel mit deinen Eingaben. Wie sich Zinsen, Inflation und Steuern künftig entwickeln, weiß niemand.

Häufige Fragen

Was wären 10.000 auf dem Sparbuch von 1990 heute?

Mit den durchschnittlichen Sparzinsen jedes Jahres wären aus 10.000 (D-Mark-Gegenwert in Euro) bis Ende 2025 16.359 Euro geworden. Um die Kaufkraft zu halten, hätte es 20.965 Euro gebraucht: real ein Minus von 22,0 %.

Hat sich das Sparbuch je gelohnt?

Von den Startjahren in unserer Tabelle schnitt 2020 am besten ab (real -16,6 % bis 2025), 1970 am schlechtesten (-24,8 %). Steuern sind dabei noch nicht abgezogen.

Woher kommen die Zinssätze?

Deutschland: bis 2002 der Durchschnittssatz der Bundesbank-Zinsstatistik für Spareinlagen mit gesetzlicher bzw. dreimonatiger Kündigungsfrist (Spareckzins), ab 2003 die MFI-Zinsstatistik für Einlagen mit Kündigungsfrist bis 3 Monate. Österreich: MFI-Zinsstatistik ab 2015.